Haus, Hund, Alltag: Warum bei mir nicht alles jeden Tag perfekt sein muss
Ich habe einen Job. Ein Haus. Einen Garten. Fünf Hunde. Und natürlich jede Menge Dinge, die im Alltag erledigt werden wollen.
Es gibt Wäsche, die zusammengelegt werden möchte, Böden, die irgendwann wieder nach einem Staubsauger rufen, eine Küche, die sich nicht von alleine aufräumt, und einen Garten, der seine ganz eigenen Vorstellungen davon hat, was gerade wachsen und blühen soll.
Dazu kommen Arbeitstage, Termine, Einkäufe und all die kleinen Dinge, die man zwischendurch noch erledigt. Und genau diese kleinen Dinge sind es oft, die sich irgendwann zu einem ziemlich vollen Alltag summieren.
Früher hätte mich das schnell unter Druck gesetzt. Alles sollte ordentlich sein, sauber aussehen und möglichst erledigt sein. Am besten gleichzeitig.
Heute sehe ich das ein bisschen anders.
Denn ein Zuhause ist kein Ausstellungsstück. Und mein Alltag ist kein Projekt, das irgendwann den Status „fertig“ erreicht.
Es darf gelebt werden.
Mit Hundehaaren auf dem Boden. Mit einer Tasse, die noch auf dem Tisch steht. Mit Wäsche, die nicht sofort zusammengelegt wird. Und manchmal auch mit einer Aufgabe, die einfach bis morgen wartet.
Ich muss nicht alles gleichzeitig schaffen
Ein voller Alltag bedeutet nicht automatisch, dass ich schlecht organisiert bin. Manchmal bedeutet er einfach, dass gerade viel los ist.
Ich arbeite im Homeoffice und habe meine fünf Hunde dadurch den ganzen Tag um mich. In meiner Mittagspause kann ich eine Runde mit ihnen drehen, zwischendurch fällt trotzdem der eine oder andere Blick auf die Wäsche, die Küche oder den Garten.
Und genau da liegt manchmal die Falle: Weil ich zu Hause bin, könnte ich theoretisch ständig noch schnell etwas erledigen. Aber dann würde die Pause plötzlich nicht mehr aus einer Pause sondern aus fünf kleinen Haushaltserledigungen bestehen. Deshalb frage ich mich inzwischen ganz bewusst:
Was muss heute wirklich sein und was darf warten?
Nicht jede Wäsche muss sofort zusammengelegt werden. Nicht jeder Krümel auf dem Boden braucht meine Aufmerksamkeit. Und wenn ich mittags mit den Hunden eine Runde drehen kann, darf diese Zeit auch einfach genau das sein: Zeit mit meinen Hunden. Nur weil ich zu Hause bin, muss ich nicht ständig verfügbar für den Haushalt sein. Homeoffice bedeutet nicht Hausarbeit im Dauerbetrieb.
Perfekt ist nicht mein Ziel
Ich mag es, wenn alles aufgeräumt ist und ich nicht ständig das Gefühl habe, erst einmal gegen das Chaos kämpfen zu müssen. Aber sauber und ordentlich bedeutet für mich heute nicht mehr, dass jederzeit alles perfekt aussehen muss. Denn ganz ehrlich: Bei fünf Hunden wäre das auch ein ziemlich ambitioniertes Lebensprojekt. 😄
Es wird immer irgendwo ein Hundehaar liegen. Oder mindestens eine Pfote geben, die nach dem Garten nicht ganz so sauber ins Haus kommt. Und wenn gerade die Sonne scheint, kann es durchaus sein, dass ich mich lieber mit den Hunden in den Garten setze, statt noch schnell die Fenster zu putzen.
Früher hätte ich ein schlechtes Gewissen gehabt. Heute denke ich öfter: Muss ich wirklich? Und manchmal lautet die Antwort ganz klar: Nein. Nicht alles muss sofort gemacht werden.
Das bedeutet nicht, dass ich den Haushalt aufgebe sondern dass ich entscheide, welche Arbeit mir wirklich etwas bringt und welche einfach nur dafür sorgt, dass ich mich beschäftigt fühle.
Was mir hilft, den Alltag leichter zu nehmen
Ich habe nicht den einen perfekten Haushaltsplan, mit dem jeden Tag alles erledigt ist. Und ehrlich gesagt möchte ich das auch gar nicht. Was mir hilft, sind ein paar einfache Grundsätze.
Ich erledige Dinge möglichst dann, wenn sie sowieso anfallen.
Wenn ich in der Küche bin und etwas schnell weggeräumt werden kann, mache ich es direkt.
Ich nutze meine Abläufe statt gegen sie zu arbeiten.
Wenn ich sowieso mit den Hunden nach draußen gehe, nehme ich Dinge mit, die auf dem Weg erledigt werden können. Wenn ich in einem Raum bin, schaue ich kurz, ob dort etwas mitgenommen werden kann. Kleine Dinge, die sich verbinden lassen, müssen nicht zu fünf einzelnen Aufgaben werden.
Ich lasse bewusst etwas liegen.
Das klingt vielleicht widersprüchlich, ist für mich aber ein wichtiger Punkt. Nicht jede freie Minute muss genutzt werden, um noch schnell etwas im Haushalt zu erledigen.
Dein Haus muss nicht perfekt sein. Dein Alltag auch nicht.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Du hast eigentlich den ganzen Tag etwas gemacht und trotzdem steht am Abend noch eine Liste mit Dingen da, die nicht erledigt sind. Dann frag dich einmal: Was davon muss wirklich heute passieren? Vielleicht ist es die Wäsche. Vielleicht das Abendessen. Vielleicht ein kurzer Rundgang durch die Küche, damit du morgen entspannt starten kannst.
Aber vielleicht stehen auf deiner inneren Liste auch Dinge, die eigentlich problemlos warten könnten: Der Staub auf dem Regal. Die Fenster, die schon länger wieder eine Reinigung vertragen könnten. Der Schrank, den du seit drei Wochen ausmisten möchtest.
Du musst nicht alles gleichzeitig erledigen. Und du musst dich auch nicht dafür rechtfertigen, wenn heute etwas liegen bleibt. Denn dein Zuhause ist dafür da, dass du darin lebst. Nicht dafür, dass es jederzeit so aussieht, als würde niemand darin leben. Vielleicht ist genau das eine der größten Erleichterungen: Nicht jeden Tag alles schaffen zu müssen. Sondern bewusst zu entscheiden, was heute wichtig ist und was morgen auch noch da sein darf.
Es geht nicht um weniger Leben. Es geht um mehr davon.
Ich werde auch in Zukunft nicht jeden Tag ein perfekt aufgeräumtes Haus haben. Ich möchte meinen Haushalt im Griff haben. Aber ich möchte nicht, dass mein Haushalt mich im Griff hat.
Deshalb suche ich nicht nach Möglichkeiten, noch mehr in meinen Tag zu packen. Ich suche nach Möglichkeiten, Dinge einfacher zu machen, unnötige Arbeit einzusparen und mir bewusst Zeit zurückzuholen.
Denn Zeit statt Putzen bedeutet für mich nicht, dass Putzen unwichtig ist. Es bedeutet, dass es nicht wichtiger sein soll als das Leben, das währenddessen passiert.
Und manchmal ist genau das die beste Entscheidung: Den Staubsauger stehen lassen, die Tür zum Garten aufmachen und einfach ein bisschen Zeit mit den Hunden genießen. 🧡
Was darf bei dir heute einfach mal warten?
Wenn du noch ein bisschen mehr Zeit gewinnen möchtest
Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass du im Alltag mehr erledigst, als dir eigentlich bewusst ist, dann schau dir meine kostenlose PDF „Unsichtbare Arbeit sichtbar machen“ an.
Darin kannst du einmal festhalten, was bei dir jeden Tag ganz nebenbei anfällt. Denn manchmal ist der erste Schritt zu mehr Zeit nicht, noch besser organisiert zu werden, sondern überhaupt zu erkennen, wo deine Zeit bleibt.
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Und wenn du Lust auf weitere Gedanken, kleine Zeitmomente und praktische Ideen für Haushalt und Alltag hast, findest du mich auch auf Instagram:
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Denn bei Zeit statt Putzen geht es nicht darum, alles perfekt zu machen.
Es geht darum, dir Zeit für das zurückzuholen, was dir wirklich wichtig ist. 🧡
