Weihnachten vorbereiten: Was du im Oktober schon erledigen kannst und was noch warten darf
Weihnachten vorbereiten klingt im Oktober erst einmal ein bisschen so, als wären wir viel zu früh dran. Schließlich stehen die Lebkuchen gerade erst seit gefühlt fünf Minuten im Supermarkt.
Aber genau jetzt gibt es ein paar Dinge, die du ganz entspannt erledigen kannst und die dir im Dezember tatsächlich Zeit sparen. Manche Aufgaben sind wesentlich angenehmer, solange sie noch nicht dringend sind.
Und genauso wichtig: Es gibt jede Menge Dinge, die jetzt noch überhaupt nicht dran sind.
In diesem Beitrag schauen wir deshalb nicht nur darauf, was du im Oktober schon erledigen kannst. Sondern auch darauf, was du guten Gewissens liegen lassen darfst. Denn Weihnachten vorbereiten soll dir später Zeit schenken und dir nicht schon im Oktober welche klauen.
Was du im Oktober schon für Weihnachten vorbereiten kannst
Es geht jetzt nicht darum, möglichst viele Häkchen auf einer Weihnachtsliste zu sammeln. Sinnvoll sind vor allem die Dinge, bei denen du später froh bist, dass du sie nicht mehr im Kopf behalten musst.
1. Termine einmal zusammentragen
Weihnachtsfeier, Adventskaffee, Weihnachtsmarkt, Schulveranstaltung, Familienbesuch: Oft ist gar nicht die einzelne Veranstaltung das Problem, sondern dass irgendwann fünf Termine gleichzeitig im Kopf herumschwirren.
Schreib deshalb einmal auf, welche Termine bereits feststehen. Mehr musst du damit noch gar nicht machen.
Und wenn bestimmte Familienbesuche jedes Jahr dazugehören, kannst du auch jetzt schon nachfragen, wann sie ungefähr stattfinden sollen. Das erspart dir später das beliebte Dezember-Spiel: „Wann könnt ihr eigentlich?“ – „Da können wir nicht.“ – „Und Sonntag?“ – „Auch nicht.“
So wird aus zehn Gedanken im Kopf eine kleine Übersicht. Und genau das ist für mich ein echter Zeitgewinner.
2. Geschenkideen sammeln, aber noch nicht in Kaufstress geraten
Im Oktober musst du noch nicht sämtliche Weihnachtsgeschenke gekauft und versteckt haben. Aber wenn dir ohnehin eine gute Idee für jemanden einfällt, schreib sie auf.
Das klingt banal, spart später aber erstaunlich viel Zeit. Denn im Dezember beginnt sonst wieder die Suche nach genau dieser genialen Idee, die man irgendwann im Oktober hatte und sich natürlich ganz sicher merken wollte.
Bei Dingen, die personalisiert werden müssen, längere Lieferzeiten haben oder vielleicht sogar handgefertigt werden, lohnt es sich allerdings, schon jetzt genauer hinzuschauen. Hier kann frühes Bestellen tatsächlich Stress vermeiden.
Für alle anderen Geschenke reicht erst einmal eine kleine Ideensammlung. Du bereitest vor, du arbeitest Weihnachten nicht schon komplett ab.
3. Adventskalender und Nikolaus einmal kurz mitdenken
Der 1. Dezember wirkt im Oktober noch ziemlich weit weg. Und dann ist er plötzlich da.
Wenn bei dir Adventskalender dazugehören, reicht deshalb jetzt eine einfache Frage: Brauche ich dafür dieses Jahr irgendetwas, das ich rechtzeitig besorgen oder vorbereiten muss?
Das Gleiche gilt für Nikolaus. Keine ausgefeilte Planung, keine fertigen Stiefel im Oktober. Aber vielleicht eine kleine Notiz, was du brauchst und für wen.
Wenn du einen Adventskalender selbst befüllst, kannst du außerdem schon anfangen, einzelne Kleinigkeiten nebenbei mitzunehmen. Nicht als neue Aufgabe, sondern genau dann, wenn dir ohnehin etwas Passendes begegnet.
So verteilst du die Vorbereitung auf viele kleine Momente, statt Ende November plötzlich festzustellen, dass noch 24 Türchen mal Anzahl der Familienmitglieder auf dich warten.
4. Weihnachtskisten einmal im Kopf durchgehen
Du musst jetzt ganz sicher nicht den Dachboden ausräumen und sämtliche Weihnachtsdeko aufbauen. Aber vielleicht weißt du schon aus dem letzten Jahr, dass etwas fehlt oder ersetzt werden muss.
Die Lichterkette, die nur noch zur Hälfte leuchtet. Die Kerzen für den Adventskranz. Geschenkpapier, von dem nur noch ein trauriger Rest übrig ist. Oder die eine Sache, bei der du dir letztes Weihnachten vorgenommen hast: „Das kaufe ich nächstes Jahr rechtzeitig.“
Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, solche Dinge kurz zu notieren. Und wenn du sowieso irgendwo einkaufst, kannst du sie nach und nach mitnehmen.
Der entscheidende Unterschied ist: Du fährst nicht extra los, um Weihnachten vorzubereiten. Du nutzt Gelegenheiten, die sowieso da sind.
5. Haltbare Vorräte nach und nach mitnehmen
Wenn du ungefähr weißt, was bei euch an Weihnachten oder in der Adventszeit sowieso gebraucht wird, kannst du manche Dinge schon jetzt ganz entspannt mitnehmen.
Mehl, Zucker, Backpapier, Gewürze oder andere haltbare Zutaten müssen nicht erst auf dem Einkaufszettel landen, wenn gefühlt die halbe Stadt beschlossen hat, am selben Wochenende Plätzchen zu backen.
Aber auch hier gilt: Bitte keinen zweiten Vorratsschrank für Weihnachten anlegen. Es geht nur um Dinge, die du ohnehin verwenden wirst und die problemlos bis dahin halten.
Wenn du beim normalen Einkauf daran vorbeikommst, nimmst du sie mit. Fertig. Kein zusätzlicher Einkauf, kein Weihnachtsgroßeinsatz.
Und ganz nebenbei verteilen sich so auch die Weihnachtsausgaben ein kleines bisschen, statt im Dezember geballt aufzutauchen.
6. Geschenkverpackungen einmal checken
Geschenkpapier, Klebeband, Geschenkanhänger, Schleifen oder Tüten gehören zu diesen Dingen, von denen man erstaunlich oft überzeugt ist, dass noch genug da ist. Bis man das erste Geschenk einpacken möchte.
Deshalb lohnt sich jetzt ein kurzer Blick auf das, was du noch vom letzten Jahr hast.
Du musst nichts auf Vorrat kaufen, nur weil Weihnachten kommt. Aber wenn das Klebeband leer und das Geschenkpapier auf die letzten 30 Zentimeter zusammengeschrumpft ist, kannst du beides beim nächsten Einkauf einfach mitnehmen.
Und vielleicht stellst du dabei sogar fest: Ich brauche dieses Jahr überhaupt nichts. Noch besser. Denn auch nicht einkaufen zu müssen, spart Zeit.
7. Eine Weihnachtsliste für alles anlegen, was dir zwischendurch einfällt
Das hier ist wahrscheinlich der einfachste Punkt und gleichzeitig einer der hilfreichsten: Leg dir einen einzigen Ort für Weihnachtsgedanken an.
Ob Notizbuch, Handy oder Weihnachtsplaner ist völlig egal. Wichtig ist nur, dass nicht eine Geschenkidee im Handy, die Einkaufsliste auf einem Zettel und der Gedanke fürs Weihnachtsessen irgendwo in deinem Kopf herumliegen.
Ab jetzt gilt: Fällt dir etwas für Weihnachten ein, kommt es an diesen einen Ort. Du musst es noch nicht erledigen. Du musst nur nicht mehr daran denken.
Falls du deine Weihnachtsplanung gerne an einem Ort sammeln möchtest, empfehle ich dir meinen Weihnachtsplaner. Dort findest du Platz für Geschenke, Termine, Einkäufe, Weihnachtsessen und all die kleinen Dinge, die dir zwischendurch noch einfallen.
Er soll dir keine neue To-do-Liste bescheren, sondern genau das Gegenteil: raus aus dem Kopf, rein in den Planer.
Was im Oktober noch ganz entspannt warten darf
Nur weil du Weihnachten vorbereiten kannst, heißt das nicht, dass du es komplett vorziehen musst. Manche Dinge sparen dir im Oktober nämlich überhaupt keine Zeit. Sie sorgen nur dafür, dass Weihnachten schon Wochen vorher zur Daueraufgabe wird.
1. Der große Weihnachtsputz
Nein. Einfach nein.
Du musst im Oktober nicht anfangen, Schränke auszuwischen, Fenster für Weihnachten zu putzen oder irgendwelche Ecken zu reinigen, die bis Dezember ohnehin wieder genauso aussehen wie vorher.
Wenn dir gerade nach Fensterputzen ist: wunderbar. Dann putz die Fenster. Aber bitte nicht, weil in zweieinhalb Monaten Weihnachten ist.
Dein Zuhause muss an Weihnachten nicht aussehen, als hätte dort seit Wochen niemand gelebt. Und falls dein Besuch doch die Fußleisten kontrolliert, wissen wir ja inzwischen, wo der Lappen liegt.
2. Das komplette Weihnachtsessen planen
Du musst im Oktober noch nicht wissen, welche Beilage am zweiten Weihnachtsfeiertag auf dem Tisch steht.
Natürlich gibt es Familien, bei denen das Weihnachtsessen jedes Jahr feststeht. Dann hast du diesen Punkt sowieso schon erledigt. Wenn ihr aber noch gar nicht wisst, wer wann wo feiert, bringt eine detaillierte Menüplanung jetzt wenig.
Was du machen kannst: Ideen, die dir begegnen und die du wirklich ausprobieren möchtest, an deinem einen Weihnachtsort notieren. Mehr nicht.
Die konkrete Planung darf warten, bis feststeht, für wie viele Menschen du überhaupt planst und an welchen Tagen du Gastgeber bist.
Denn einen perfekten Menüplan zu erstellen, den du vier Wochen später wieder umwerfen musst, ist definitiv kein Zeitgewinn.
3. Geschenke kaufen, nur damit du „fertig“ bist
Frühzeitig eine gute Geschenkidee zu kaufen, ist sinnvoll. Irgendetwas zu kaufen, nur damit hinter einem Namen ein Häkchen steht, eher nicht.
Wenn dir für jemanden noch nichts eingefallen ist, darf das im Oktober einfach so sein. Du hast noch Zeit.
Gerade unter Zeitdruck entstehen oft diese Käufe, bei denen man hinterher selbst denkt: „Na ja, irgendwas musste ich ja nehmen.“
Also lieber die Person auf deiner Liste stehen lassen und eine Idee ergänzen, wenn sie kommt. Weihnachten vorbereiten heißt schließlich nicht, dass am 31. Oktober schon alles erledigt sein muss.
4. Die komplette Weihnachtsdeko aufbauen
Du darfst natürlich im Oktober dekorieren, wenn du Lust darauf hast. Aber du musst nicht anfangen, nur weil du denkst, dass du dann im Dezember weniger zu tun hast.
Gerade Dekoration soll doch etwas sein, worauf du dich freust. Wenn du die Weihnachtskisten jetzt schon seufzend aus dem Keller holst, nur um einen Punkt von deiner Liste zu streichen, haben wir irgendwie das Ziel verfehlt.
Was sinnvoll sein kann: Fehlende Dinge notieren oder eine kaputte Lichterkette ersetzen. Aufgebaut wird dann, wenn es sich für dich nach Weihnachtszeit anfühlt.
5. Jeden einzelnen Dezembertag durchplanen
Ein paar feste Termine frühzeitig einzutragen schafft Überblick. Den kompletten Dezember bis ins Detail durchzutakten, schafft dagegen vor allem eines: einen Plan, an den sich das echte Leben ziemlich wahrscheinlich nicht halten wird.
Lass bewusst freie Tage und freie Zeit übrig.
Nicht jeder Adventssonntag braucht ein Programm. Nicht jedes Wochenende braucht einen Weihnachtsmarkt, ein Backprojekt und einen Familienausflug. Und auch ein Abend auf dem Sofa, an dem überhaupt nichts Weihnachtliches passiert, darf im Dezember vorkommen.
Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viel Weihnachten unterzubringen. Es geht darum, auch Zeit zu haben, Weihnachten tatsächlich zu genießen.
Weihnachten vorbereiten heißt nicht, Weihnachten vorzuverlegen
Ein bisschen Vorbereitung im Oktober kann dir später tatsächlich Zeit und Nerven sparen. Aber eben nur dann, wenn du die richtigen Dinge vorbereitest.
Termine aus dem Kopf bekommen, Geschenkideen festhalten oder Dinge mitnehmen, die du sowieso brauchst: wunderbar. Im Oktober schon einen perfekten Dezember organisieren zu wollen, eher nicht.
Mach jetzt das, was dir später wirklich hilft. Und lass den Rest liegen, bis seine Zeit gekommen ist.
Denn Weihnachten soll nicht schon Wochen vorher zu einem weiteren Projekt werden, das du irgendwie abarbeiten musst.
Wenn du in den nächsten Wochen noch mehr Ideen für eine entspanntere Weihnachtszeit suchst, schau gerne in meiner Weihnachts-Zentrale „Mehr Zeit. Weniger Weihnachtsstress.“ vorbei. Dort wächst nach und nach eine Sammlung rund ums Vorbereiten, Haushalt, Geschenke, einfache Weihnachtsküche und vor allem: Zeit für dich.
